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Angriff auf das Löwenjunge

Titel: Angriff auf das Junge der Löwin
Autor: ein Weihnachtswichtel
FSK: keine Altersbeschränkung
Wörter: 1.395
Zeitliche Einordnung: 7. Jahr der Rumtreiber
Anmerkungen: Um ehrlich zu sein, der Fragebogen entsprach nicht ganz dem, was ich gerne gehabt hätte und ich hatte schwer zu kämpfen. Als ich dann endlich eine Inspiration hatte, habe ich den Fragebogen gar nicht mehr beachtet. Ich hoffe, es passt und ich hoffe inständig, dass es dir gefällt, weil es beim Schreiben verdammt viel Spaß gemacht hat. Frohe Weihnachten Smilie

Das ganze wurd für das Weihnachts-FF-Wichtel-Projekt auf www.HarryPotter-Fans.de für eine mir unbekannte Person anhand eines Fragebogens geschrieben...



Angriff auf das Junge der Löwin


"Mr. Black, was fällt Ihnen eigentlich ein? Jetzt sind sie schon volljährig, aber in keinster Weise erwachsen. Ich bin zutiefst erschüttert!"

McGonagall wetterte durch den gesamten Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Sirius war sich sicher, dass man sie sogar oben in den Schlafsälen hören konnte.

"Professor, es tut mir leid, aber diesmal weiß ich wirklich nicht, was ich getan haben soll-"

"Oh, ihr unschuldiger Blick und der mitleiderregende Augenaufschlag können sie dieses Mal nicht retten!"
Aus einem unerfindlichen Grund wurde sie jetzt noch lauter. Ihr Gesicht verfärbte sich langsam aber sicher tief rot und die Vene an ihrem Hals begann heftig zu pulsieren.

Was hab ich nur gemacht?, fragte sich Sirius fieberhaft.

"Wie konnten sie ihr das antun? Diese Schande! Jeder wird dieses Mädchen auslachen für die Schmach, die sie über sie gebracht haben!"

Und jetzt konnte man sie vermutlich bis unten in der großen Halle hören. Sie schrie nicht mehr, sie brüllte wie eine Löwenmutter, die ihr Kleines verteidigte. Doch er hatte noch immer keine Ahnung, um was es hier eigentlich ging.

"Professor, ich schwöre-", setzte er an, doch sie unterbrach ihn sofort.

"Schweigen Sie gefälligst! Sie haben nicht das Recht, sich zu verteidigen. In all den Jahren, die ich nun an dieser Schule unterrichte, ist mir niemand, nicht ein einziger Schüler untergekommen, der so wenig Respekt vor der Ehre eines Mädchens hat wie Sie!"

Die anwesenden Mädchen im Gemeinschaftsraum liefen puterrot an, ebenso Sirius selbst. James und Peter, die direkt hinter McGonagall standen, hatten alle Mühe ihr hämisches Gelächter zu unterdrücken und mussten sich zudem noch vor den wild umherfuchtelnden Armen der Professorin in Acht nehmen. Remus, der im Sessel vor dem Kamin saß, hatte eine Augenbraue in die Höhe gezogen, ein leichtes Grinsen auf den Lippen und schüttelte mitleidig mit dem Kopf als wolle er sagen: "Tja Kumpel, wenn du jetzt noch wüsstest, von welchem Mädchen sie spricht…"

Und in der Tat, genau das war das Problem. Gerade in letzter Zeit, um genauer zu sein, seit James seine Lily hatte, verbrachte auch Sirius einen Großteil seiner Freizeit in Gesellschaft netter Mädchen. Vieler netter Mädchen, um die Sachlage zu präzisieren.
Aber trotz allem hatte er sich nichts zu schulden kommen lassen. Er hatte schließlich eine gute Erziehung genossen und wusste, wie sich ein Gentleman zu benehmen hat.

"Sie werden jetzt mitkommen, ich bin es leid, mir Strafen für Ihre Vergehen auszudenken. Diesmal werden Sie nicht so glimpflich davon kommen, dass kann ich Ihnen versprechen", schnaubte sie.
"Der Schulleiter persönlich wird sich um diese Angelegenheit kümmern. Folgen Sie mir." Damit verschwand sie durch das Portraitloch. Sirius beeilte sich hinterherzukommen, denn er wollte sie nicht noch wütender machen, als sie ohnehin schon war.
Mit schnellen Schritten bahnte sie sich ihren Weg durch das halbe Schloss. Sirius hatte alle Mühe, bei ihrem Tempo mitzuhalten. Vereinzelte Schüler auf den Korridoren beobachteten das Szenario. Einige lachten, andere sahen den beiden verwundert hinterher.
Plötzlich blieb McGonagall stehen und Sirius wäre um ein Haar in sie rein gerannt, hätte er nicht in letzter Sekunde noch einen Schlenker nach rechts gemacht, um nun neben ihr zu stehen. Sie waren vor dem Wasserspeier angelangt, doch nichts geschah. Er wandte sich zur Seite, und wollte sie fragen, ob sie nun einfach hier warten sollten, als er sah, dass sie damit beschäftigt war, ihren Spitzhut gerade zu rücken und sich die Falten aus dem Umhang zu streichen.

Er musste schmunzeln. Sollte die eiserne Minerva McGonagall etwa Gefallen am weisen und erhabenen Albus Dumbledore gefunden haben?

"Sehen Sie mich nicht an wie ein Troll, Black. Mir an Ihrer Stelle wäre jetzt gar nicht wohl in meiner Haut. Zitronenbonbon."

Bei Erklingen des letzten Wortes schob sich der Wasserspeier langsam zur Seite und machte den Weg zu einer eng gewundenen Wendeltreppe frei.

"Bitte sehr, nach Ihnen, Mr. Black", sagte sie mit einem zuckersüßen Lächeln auf den Lippen und deutete mit ihrer Hand nach oben.

Ein ungutes Gefühl machte sich in seiner Magengegend breit, als er den Weg nach oben antrat. Oben angekommen klopfte er zaghaft an die Tür und öffnete sie langsam, als er das allzu freundliche "Herein" des Direktor vernehmen konnte.
Verblüfft von dem Anblick der sich ihm bot, war er zu jeglicher menschlichen Regung unfähig. Noch nie hatte er einen derartigen Raum gesehen. Die Wände waren über und über durch Regale die bis zur Decke reichten verdeckt. Aus allen Ecken glitzerte und blinkte es ihn an. Die unzähligen silbernen Instrumente surrten und zupften. Wenn er genau hinhörte, konnte er unter der Summe der Geräusche eine fröhliche Melodie erkennen.

"Guten Tag, Mr. Black. Ich freue mich, dass Sie mich einmal besuchen." Er sah ihn mit seinen blauen Augen und einem gütigen Lächeln an. Sirius wusste nicht ganz, was er davon halten sollte. Auf der einen Seite hatte Dumbledore nie den Eindruck erweckt, patriarchalisch über seine Schäfchen zu herrschen, andererseits wusste er nicht, ob er ihn mit der für ihn noch immer ominösen Tat nicht doch zur Weißglut getrieben hatte.

"Danke, dass du ihn hergebracht hast, Minerva. Möchtest du auf eine Tasse Tee mit uns bleiben?", fragte er Professor McGonagall, deren wütender Blick plötzlich zu einem Lächeln erster Güte geworden war. Verwundert starrte Sirius sie an und dachte bei sich, dass Schadenfreude doch auch für Professor McGonagall die schönste Freude sein musste.

"Nein, Albus. Danke. Nur zu gerne würde ich diesem Schauspiel beiwohnen, aber ich habe noch ein paar Briefe zu schreiben. Außerdem denke ich, dass er sich bei dir in den besten Händen befindet." Sie bedachte Sirius mit einem kurzen Blick und verließ das Büro. Nun waren sie alleine und Sirius schwante Übles.
"Nun setzen Sie sich doch erst einmal, Mr. Black. Ich nehme an, Sie sagen nicht nein zu einer Tasse Tee?"

Verdattert bemerkte Sirius, dass Dumbledore ihm zu zwinkerte. Irgendwie passte das alles nicht zusammen.

"Ja, gerne. Danke, Professor." Er setzte sich auf den Stuhl und im selben Moment hatte er eine Tasse duftenden Tee vor sich stehen.

"Professor…", begann er zögerlich, "ich habe keine Ahnung, warum ich hier bin. Ich… ich bin diesmal wirklich nicht bewusst, einen Fehler gemacht zu haben. Wenn doch, tut es mir leid, aber ich weiß dennoch beim besten Willen nicht, was das alles soll."

Dumbledore schreckte aus seiner bequemen Haltung wie vom Blitz getroffen hoch.
"Sie haben keine Ahnung? Sie haben keine blassen Schimmer, weshalb sie hier sind?" Und mehr zu sich selbst murmelte er: "Oh, Minerva… manchmal kannst du wirklich unglaublich diabolisch sein."

"Nun Mr. Black", fuhr er langsam und ruhig fort, "dann ist es wohl an mir, sie über die Lage der Dinge aufzuklären. Ich bin hoch erfreut, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie entgegen allen Erwartungen etwas geschafft haben, von dem niemand auch nur zu träumen gewagt hat und dass ein weibliches Wesen nur sehr schwer mit dieser Tatsache wird leben können." Wissende nickte er mit dem Kopf.

"Ich verstehe kein Wort, Professor." Für Sirius war das alles einen andere Sprache.

"Hm, sagen sie, wissen sie, dass Professor McGonagall große Stücke auf Miss Evans hält?", fragte er ihn.

"Nun ja, Lily schreibt gute Noten und kann nahezu jeden Zauber sofort umsetzen. Natürlich mag Professor McGonagall sie, sie ist der einzige Lichtblick in der Klasse."
Aber was sollte das mit ihm zu tun haben? Er war noch nie gut genug in Verwandlung gewesen, um es mit Lily aufnehmen zu können. Noch dazu hatte er auch gar kein Interesse daran.

"Dann können Sie sich sicherlich vorstellen, dass Professor McGonagall es gar nicht gerne sieht, wenn man ihre beste Schülerin bloßstellt, oder?", bohrte Dumbledore nach.

"Das hab ich nicht…", wollte sich Sirius verteidigen, doch Dumbledore fiel ihm lächeln ins Wort: "Doch, genau das haben sie getan, indem sie im letzten Test, der soweit ich weiß das Thema 'Animagie und ihr Entstehen' behandelte, besser abgeschnitten haben, als Miss Evans. Genauer gesagt haben Sie den besten Test geschrieben… Mr. Black, 150% richtige Antworten… ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben darf. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Meisterleistung. Aber Sie müssen zugeben, Miss Evans wird sehr, sehr wütend sein."

Diesmal lächelte Sirius, auch wenn er nicht ganz wusste, wie ihm geschah. Wenn Dumbledore wüsste…

"Danke, Professor. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet." Nicht, nachdem McGonagall ihn so zur Schnecke gemacht hatte.

"Nun, ich sehe es so, Minerva hat Ihnen an einem Nachmittag sieben lange Jahre voller Streiche heimgezahlt. Und nun trinken sie ihren Tee, er wird ja kalt."

Grinsend tranken beide auf das unverhoffte Ereignis.

26.12.07 23:29

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