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Your Winter

Titel: Your Winter
Autor: Ein Weihnachtswichtel
FSK: keine Altersbeschränkung
Wörter: 853
Zeitliche Einordnung: 24. Dezember 1980
Anmerkungen: Das ganze wurd für das Weihnachts-FF-Wichtel-Projekt auf www.HarryPotter-Fans.de für eine mir unbekannte Person anhand eines Fragebogens geschrieben
... Es hat gefallen =)


~~~~~~


Old picture on the shelf
It's been there for a while
Frozen image of ourselves
We were acting like a child
Innocence in a trance
A dance that lasted for a while
Read my eyes just like your diary
Oh remember please remember
Well I'm not a beggar but once more
If I hurt you then I hate myself
I don't want to hate myself don't want to hurt you
Why do you choose that pain
if you only knew how much I love you

I won't be your winter
And I won't be anyone's excuse to cry
We can't be forgiven
And I will be here

Sister Hazel – Your Winter


~~~~~~


Es war Weihnachten. Wie in jedem Jahr waren alle Häuser Londons hell erleuchtet, die Straßen leergefegt, nicht einmal vereinzelte Fußstapfen zerstörten die glitzernde, ebenmäßige Schneedecke. Von überall her drang der würzige Duft von Lebkuchen und Glühwein. An einem solchen Tag sollte man mit seinen Lieben zu Hause sein, doch was, wenn man niemanden hatte, mit dem man diese Zeit verbringen konnte?
~~~
Weihnachten 1980


Es war kalt. Zu kalt, um stundenlang in der Gegend herumzuirren, aber er spürte es nicht. Er war sich nicht sicher, ob er je wieder so etwas wie Wärme empfinden konnte. Dafür war zuviel passiert.

Mit dem einzigen Ort den er je als sein Zuhause angesehen hatte vor Augen, machte er sich auf den Weg durch die Nacht.

…………


Sie hatte es vergessen, schlicht und ergreifend vergessen. Die Erkenntnis bohrte sich tief in sie hinein, als sie die Menschen aus der Kirche strömen sah und hinterließ einen stechenden Schmerz in ihrer Brust. Es war Weihnachten. Das Fest der Besinnlichkeit, das Fest der Familie, das Fest der Liebe…

Bei diesem Gedanken schnaubte sie. Sie hatte keine Familie, zumindest keine richtige. Sie hatte einen Mann, mit dem sie nur verheiratet war, weil man es so von ihr erwartet hatte. Sie hatte einen Meister, dem sie bis in den Tod treu ergeben sein würde, und eine Schwester, die im Gegensatz zu ihr eine Familie hatte.

Der einzige Mensch, dessen Gesellschaft sie an einem Tag wie diesem ertragen könnte, hasste sie bis aufs Blut und das, wie sie sich eingestehen musste, zu Recht, denn sie hatte sein Leben zerstört.

…………


"Ihr habt mich herbestellt?"
"Und zu meiner Überraschung stelle ich fest, dass du gekommen bist."

Er sah den jungen Mann mit seinen durchdringenden Augen an, welcher seinen festen Blick erwiderte. Niemand der Umstehenden wagte es, sich zu bewegen. Die Spannung lag spürbar in der Luft.

"Nur, um Nein zu sagen, egal, was ihr von mir wollt."

Ein paar der umstehenden zogen hörbar die Luft ein, andere schnaubten verächtlich. Nur eine Person im Raum verzog keine Mine. Sie konnte nicht, denn dann müsste sie ihre Angst preisgeben und das wollte sie noch weniger, als diese Angst überhaupt zu empfinden.

"Du weißt nicht einmal, was ich von dir will. Vielleicht solltest du deine Optionen kennen?", fuhr die hohe, kalte Stimme fort. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er fühlte sich siegessicher.
"Folge mir, und du wirst behalten, was dir teuer ist, kehre mir den Rücken zu und du wirst alles verlieren." Seine Stimme hallte von den glatten Höhlenwänden seines Versteckes wider.

"Dann, sagte der junge Mann mit fester Stimme, "tu, was du nicht lassen kannst. Ich habe nichts mehr zu verlieren, denn du hast mir bereits alles genommen."
Er wandte sich um und wollte gehen, schaute aber noch einmal zurück und sagte:
"Wir sehen uns im Kampf, Voldemort. Allerdings wirst du feststellen, dass du auf der falschen Seite stehst."

Damit war er verschwunden und die einzige Frau im Raum brach lautlos neben ihrem Herrn zusammen.


Zwei Tage hatte der Dunkle Lord gebraucht, dann hatte er sie gefunden. Für seine Verhältnisse war es ein hartes Stück Arbeit gewesen, doch letztendlich hatte er gewonnen, wie immer…

Unfreiwillig gab ihm Bellatrix den entscheidenden Hinweis. Sie hatte sich gewehrt, zum ersten Mal, aber sie hatte keinen Erfolg.
Letztendlich hatte er erfahren, womit er den widerspenstigen Black doch noch treffen konnte. Dorcas Meadows war das Zauberwort und sie war es wert, durch seine eigene Hand zu sterben, wenn er dadurch bekommen würde, was ihm zustand.



Schon als er vor dem Haus aus dem nichts auftauchte, spürte er, dass es ein Fehler war. Er hätte nicht kommen sollen, aber er konnte sich nicht davon abhalten, durch das Fenster zu spähen.

Eine glückliche Familie, Vater, Mutter und der erst drei Monate alte Sohn, einträchtig unter dem Weihnachtsbaum. Eigentlich war er gekommen, um mit seinem besten Freund James zu reden, doch nun wollte er nichts mehr, als diesen Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Zu groß war der Schmerz, den er beim Anblick dieser glücklichen Familie verspürte.

Wenn manches anders gekommen wäre, würde er jetzt womöglich auch unter einem Weihnachtsbaum sitzen. Wahrscheinlich hätte auch er einen kleinen Sohn. Wenn er nicht "Nein" gesagt hätte… Wenn der Dunkle Lord nur nie von Dorcas erfahren hätte… Wenn Bella nicht gewesen wäre…

Es nütze nichts. Es war so gekommen und er musste, ob er nun wollte oder nicht, damit leben. Doch bei einer Sache war er sich vollkommen sicher. Er hasste sie mehr, als denjenigen, der es letztendlich getan hatte. Dieser Verrat hatte aus der Frau, die einst zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben zählte eine Fremde, viel mehr noch eine Feindin gemacht. Und sein Hass würde bis zum bitteren Ende reichen. Auf Gedeih und Verderb.

Dieser Gedanke trieb ihm einen eiskalten Schauer über den Rücken. Noch einmal sah er durch das Fenster, bevor er sich vom Haus seines besten Freundes abwandte und langsam zum Ende der Straße ging, von wo aus er unbemerkt disapparieren konnte.

26.12.07 23:27

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